Sendung am Sonntag, 1. Mai 2022 – 11:05 h bis 12:00 h: „Braucht die Welt den Finanzsektor?“

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Die Corona-Pandemie und die Ereignisse in der Ukraine beherrschen die mediale Berichterstattung. Unter der Flut der Meldungen werden andere Ereignisse verschüttet. Nur gelegentlich dringen noch Nachrichten über die Auswirkungen des Klimawandels durch. Vergessen und verdrängt sind die Geschehnisse der großen Finanzkrise 2008. Trotz vieler politischer Einschränkungsversuchen ist die Macht der globalen Finanzwirtschaft ungebrochen. „Sowohl große Staatengemeinschaften als auch einzelne Staaten, Banken, Konzerne, Unternehmen und private Haushalte sind in zunehmendem Maße dem Einfluss des internationalen Finanzkapitalismus unterworfen. Dieser Prozess, der seinen Ursprung in den 1970er Jahren hat und durch die Liberalisierung des Finanzsektors durch Reagan und Thatcher in den 1980er Jahren weiter beschleunigt wurde, wird in der wissenschaftlichen Diskussion häufig als ‚Finanzialisierung‘ bezeichnet.“ So das Max-Planck-Institut im Jahre 2018. Heute dürfte diese Diagnose immer noch zutreffen.

In unserer heutigen Sendung werden wir mit Prof. Mohssen Masserrat sprechen. Er ist emeritierter Professor des Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück. Wir werden heute zwei Themenbereich ansprechen. Zuerst werden wir uns über über sei Buch „Braucht die Welt den Finanzsektor?“ unterhalten. In einem zweiten Teil wird Badrudin Amershi noch einmal das Thema Ukraine aufgreifen.
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